James Rizzi ist tot.

James Rizzi ist tot. Der US-amerikanische Pop-Art-Künstler verstarb unerwartet in der Nacht zum 26. Dezember im Alter von 61 Jahren in seinem New Yorker Studio, wie sein deutscher Verlag Art 28 mitteilt.

James Rizzi im Kunstkaufhaus am 09.05.2008

Noch im Mai 2008 war James Rizzi aus Anlass seiner großen Retrospektive “My Ultimate Summer of Love” auf Einladung des Jungen Forum Kunst im Rahmen des Kunstkaufhaus in Siegburg zu Gast. Fotos der Vernissage am 09.05.2008 finden Sie hier: https://fotoalbum.gmx.net/ui/external/D7En_qOtQCCM1rnjln5q-A10401

Rizzi wurde durch seine bunten, kindlich-naiv wirkenden Bilder berühmt. Er gilt als Erfinder der 3-D-Grafik. In Deutschland wurde er einem größerem Publikum unter anderem durch seine Briefmarken-Entwürfe für die Deutsche Post bekannt. “Mit James Rizzi verliert die Kunstwelt einen der letzten großen Pop-Art-Künstler”, schreibt Rizzis Verleger Bernhard Feil.

Das Junge Forum Kunst bedauert Rizzis frühen Tod und bewahrt die Erinnerung an einen großen Künstler.

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Zum Tod von James Rizzi

Von Wolfgang Henze

James Rizzi ist im Alter von 61 Jahren in New York gestorben. Und als er einmal in einem Interview bemerkte, dass er bis heute noch nicht im Museum of Modern Art vertreten sei, dies sich aber bestimmt nach seinem Tod ändern würde, so sind die Anzeichen dafür nicht so vielversprechend. Wurde sein Ableben doch jenseits des großen Teiches kaum wahrgenommen, während er z.B. hier in Deutschland in zahlreichen Nachrufen so gefeiert wird:

“Einer der populärsten zeitgenössischen Künstler gestorben”, oder:
“Pop-Art Ikone James Rizzi ist tot”.

Es kann fast der Eindruck entstehen, dass die engere Kunstwelt und manche Kunstkritiker ihm das verübeln, woraus er mit seinen Bildern immer auch lebte: seine Popularität. James Rizzi ist mit der Pop-Art künstlerisch aufgewachsen. Ein neuer Kunststil, der sich seine eigene Authentizität gerade dadurch schuf, dass er den Warencharakter von Kunst selbst zum Thema hatte. James Rizzi nun tat nichts anderes, als dieses Programm der “Oberfläche” konsequent weiter zu malen. Er verweigerte sich der Unverständlichkeit als ein Merkmal scheinbarer Tiefe von Kunst. Zeitlebens blieb er der Oberfläche treu. Und er fand sie überall in der Alltagswelt, diese Oberflächen: Schuhe, Autos, Briefmarken etc. Aber er war nicht da, um diese Wirklichkeit zu hinterfragen mit tiefgründigen Bedeutungschiffren. Er suchte sie einfach nur ab nach Leerstellen, wo er seine bunte Welt hinein malte oder auch den Alltag übermalte.

War da überhaupt noch eine Botschaft in dieser spielerischen Beliebigkeit?

Vielleicht machte das gerade seine Popularität aus, dass er es verstand, den einzigen Anspruch, den er hatte, nämlich “ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern”, dass er diesen Anspruch immer deckungsgleich einlösen konnte. Und so der Kunstliebhaber nie weniger, aber auch nie mehr bekam, als er sich wünschte.

James Rizzi hat es natürlich nicht übersehen können vor ein paar Jahren, dass es selbst in Siegburg noch die eine oder andere “Leerstelle” gab, und das “Junge Forum Kunst” war schließlich im Mai 2008 auserkoren, auch hier seine bunte Bilderwelt sichtbar werden zu lassen.

Hinter all dem geht vielleicht das unter, was wir als einziges von James Rizzi wissen müssen: Schon als junger Strassenmaler hat er das verwirklichen können, was sich später als sein unverkennbares Markenzeichen in alle Welt hinein verfestigte. Insofern kann dieser Nachruf zu einem Ende kommen mit dem Satz:

Er ist sich immer treu geblieben.

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“Chresskind verzäll nix…” das etwas andere Weihnachtskonzert

Am Samstag, dem 17. Dezember, um 19:30 Uhr veranstaltet das Junge Forum Kunst Siegburg e.V. zum Abschluss seines erfolgreichen Jahresprogramms 2011 in der Kunst- und Ausstellungshalle, Luisenstr. 80, in Siegburg

“Chresskind verzäll nix…”,

das etwas andere kölsche Weihnachtskonzert mit dem Siegburger Musiker Horst Stöcker und der Gruppe Schäng Bum.


Es gibt keine kölschen Weihnachtslieder. Wer das Gegenteil gehört zu haben meint, glaubt auch an das Christkind, nur weil es schon ab Ende August Christstollen zu kaufen gibt.

(Der gesamte Komplex „Kölsche Weihnacht“ geht zurück auf ein paar für einen eher kleinen Kreis geschriebene Lieder des Niehler Tierartztes und gebürtigen Magdeburgers Dr. Henner Berzau. Der WDR wurde aufmerksam, produzierte ein paar dieser Lieder, und so erntstand die „Kölsche Weihnacht“. Auch wenn es – anders als etwa in Süddeutschland – hierzulande keine Tradition mundartlicher Weihnachtslieder gibt, haben diese erst in den 1980er Jahren entstandenen Lieder etwas Berührendes.
Wenn heute jede Karnevalsband ihre sogenannte „Kölsche Weihnacht“ veranstaltet, dann funktioniert das aber nach den Gesetzmäßigkeiten „volkstümlicher Musik“ à la Musikantenstadl – oder eben wie der Christstollen Ende August.)

Dennoch ist jetzt die Zeit, innezuhalten, still zu werden. Horst Stöcker und Schäng Bum werden ihr Publikum solistisch und als Band mit Rainer Dohmen (Gitarre,Gesang), Inga Roth (Geige), Michael Schmitz (Kontrabass, Mandoline) und Horst Stöcker (Akkordeon, Gesang) auf die “Staade Zeit” (So nennt man in Süddeutschland die Weihnachtszeit – und die endet hier auch nicht an “Knud”, sondern an Maria Lichtmess.) einstimmen. Ein wenig klassisch, ein wenig besinnlich und vor allem mit kölschen Milieubeschreibungen von Willi Ostermann bis Gerd Köster/Tom Waits – und am Ende natürlich doch feierlich.

Zur Intensivierung vorweihnachtlicher Stimmung und passend zur Jahreszeit gibt es Glühwein und Spekulatius.

Einlass ist um 19 Uhr. Eintritt frei!

Schäng Bum

Mehr über Schäng Bum unter www.schaeng-bum.de.vu

Wir freuen uns auf eine schöne Veranstaltung mit zahlreichen Besucher/innen.

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Kunst aus dem Automaten in der Kunst- und Ausstellungshalle

Es ist soweit, der Kunstautomat in der Kunst- und Ausstellungshalle des Jungen Forums in der Luisenstraße 80 in Siegburg ist wieder aufgefüllt. Nach der großen Nachfrage der letzten Wochen, insbesondere während der Kunstkaufhaus-Veranstaltung hatte der Automat sich fast völlig geleert. Nun ist er wieder aufgefüllt mit mehr als 200 Kleinkunstwerken von zirka 30 Künstlern aus ganz Europa.

Zahlreiche Geschäftsleute, aber auch viele Kunstinteressierte, haben den Automaten bereits als Quelle für individuelle Kundenpräsente oder Sammlerobjekte entdeckt.

Unter dem Label “Art Surprise” organisiert das europaweit agierende Kunstportal “el Drac” in Kooperation mit dem Jungen Forum Kunst den Nachschub für zahlreiche Automaten in bis jetzt acht europäischen Ländern. Die zigarettenpackunggroßen schwarzen Schachteln, welche keine Massenware, sondern individuell gestaltete Einzelobjekte enthalten, kosten mit ihrem spannenden Inhalt nur fünf Euro. Der große Erfolg des Projekts “Art Surprise” bestätigt nochmals, dass der Werbeslogan “Kunst macht glücklich” voll zutrifft.

Interessierte können jeweils mittwochs und freitags ab 19 Uhr ihr persönliches Kunstwerk aus dem Automaten erwerben.

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Ausführung zur aktuellen Kulturhaushaltsdiskussion im Rat der Stadt Siegburg

Von Karl-Heinz Löbach

Die Geschichte der kulturellen Aufgaben und Funktionen ist wechselhaft, von den partizipativen Ansätzen der Kultur für alle von allen über die Instrumentalisierung von Kultur als Wirtschafts-, Standort- und Image-Faktor bis hin zum Leitbild “Stadt ist Kultur”.

Danach werden Identität und Identifikation mit einer Stadt aus einer Vielzahl sozialer und kultureller Eigenschaften und Leistungen ihrer Bürgerinnen und Bürger gewonnen. Erst aus der Verbindung dieser Eigenschaften und Leistungen erwächst eine individuelle Stadtgestalt. Kultur ist danach nicht das Abhalten von Veranstaltungen (Karnevalszug, Weihnachtsmarkt, Flohmarkt, Stadtfest, usw.), sondern die Arbeit an einer Gestalt, der eigenen und der der Gesellschaft im Sinne einer sozialen Plastik oder eines kulturellen Klangkörpers.

Die sich aus der Kulturhaushaltsdiskussion stellende Frage “Was ist uns Kultur wert?” muss auch in Siegburg beantwortet werden.

Dabei ist zu bedenken, dass sich die “Rendite” von Kultur nicht in Euro und Cent berechnen lässt, dass vielmehr der immaterielle Gewinn das Entscheidende ist.

Von den Unternehmen und privaten Förderern, die Kultur sponsern, wird herausgestrichen, die moderne Kunst mache die Menschen sensibler, kommunikativer, kreativer und aufnahmebereiter für Neues.

Kunst und Kultur sind in einer durchrationalisierten Gesellschaft ein grundsätzlich unverzichtbares Instrument der Phantasiebildung, ein nicht zu überschätzendes Potential an Kreativität, ein Instrument der Erneuerung von Bild- und Vorstellungskraft und eine emotionale Resource ersten Ranges.

Im Kontext der aktuellen Bildungsdiskussion und der stets geforderten Lebenstauglichkeit der jungen Generation schafft Kultur dafür eine unverzichtbare Basis. Neben der individuellen Bereicherung stellt sich die Kultur in Zeiten wirtschaftlicher und politischer Irritation für große Teile der Gesellschaft als wichtige, glaubwürdig integrierende und gemeinschaftsbildende Kraft vor.

Sie schafft in Auseinandersetzung mit dem Zeitgeist eine lebendige Gesellschaft und bewahrt gerade junge Menschen vor rechtspopulistischen Tendenzen. Sie bewirkt Potentiale und Überschüsse, die den Humus für Neugestaltung, Entwicklung und Wandel darstellt.

Nachhaltige Entwicklung braucht Kunst und Kultur als Türöffner für Aufbruch und Wandel.

Karl-Heinz Löbach
Junges Forum Kunst Siegburg e.V.

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Kommentar zu Rhein-Sieg Rundschau vom 25.11.2011: “Kunst ist ein Lebensmittel”

Von Wolfgang Henze

Zum Offenen Brief der Künstlerkollegen H.J. Hack und K.P. Kremer
“Kunst ist ein Lebensmittel”

Zunächst möchte ich den Gedankengang meiner Künstlerkollegen ergänzen, dass „Kultur“ nicht nur ein „Lebensmittel“ ist mit der Gefahr eines absehbaren Verfallsdatums. Sie ist nicht nur Produkt, sondern sie produziert selbst. Sie produziert einen Überschuss, der mit “Luxus” als überflüssige Zugabe nur unzureichend gekennzeichnet werden kann.

Diese Zeiten sind längst vorbei, wo ein höheres “Kulturgut” auf einen Sockel gehoben wurde, zu dem auch nur ein erlauchter Kreis kulturbeflissener Bürger Zugang pflegte. Nur wer “Kultur” noch mit diesem angestaubten Bild gleichsetzt, kann Gefallen daran finden, Kultur mit Luxus zu verwechseln. Kultur heutzutage stellt sich anders und breiter auf.

Kultur heute lebt zuallererst mit dem Anspruch von “Alltagskultur”. Und das ist keine Abwertung, sondern eine Herausforderung. Zunächst für die Kultur selbst, dann aber auch für diejenigen, die für ihr Gerüst zuständig sind in ihren Kulturentscheidungen auf politischer Ebene.

Kulturorte sind Begegnungsorte. Es sind Erlebnisse mit Veränderungspotential für Haltungen und Verhalten über den engeren Kulturbereich hinaus. Insofern ist vorzusorgen, dass es wie in der Natur nicht nur „Naherholungsgebiete“ gibt, sondern Kultur auch konkret geortet werden kann als Ressource im Alltagsleben mit dem Selbstanspruch, sich immer wieder neu und anders generieren zu können.

Das kommt qualitativ auch dem gewöhnlichen Betätigungsfeld des Menschen zugute in dieser Unterteilung von Arbeit und Freizeit. Erlernbares Können und Wissen auf der Arbeit als auch die Schlagworte Entspannung und Konsum für Freizeitverhalten genügen als sich ergänzende Pole nicht, die Ganzheit und Autonomie menschlicher Lebenshaltung umfassend zu stützen. Insofern kann eine Förderung und Investition in nachhaltige Alltagskultur in ganz unterschiedlichen Bereichen auch in ein neu erlebbares Qualitätsbewusstsein von Arbeit und Freizeit münden.

Ein selektives Ausdünnen kultureller Förderung würde so auch indirekt mögliche politische Kernthemen wie “Arbeit und Soziales” treffen.

Gerade in der Politik im Kleinen, auf Stadt- und Gemeindeebene, wo man doch “so nahe am Menschen” ist, gerade hier sollte man den Mut aufbringen, Weitsicht zu wagen, und nicht mit kurzsichtigen Aktionen ein Kapital verspielen, das in der Wertschöpfung ergiebiger ist als so mancher Etatbeschluss es wahrhaben will.

Und wenn es dann wirklich Politiker gibt, die ihr Kulturengagement sogar als ihr persönliches Steckenpferd ansehen, so ist das erst recht eine Zugabe, die nur positiv gewertet werden kann.

Wolfgang Henze
Junges Forum Kunst Siegburg e.V.

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“Conte” – RockPop-Art in der Kunst- und Ausstellungshalle

Am Samstag, dem 26. November, um 19 Uhr veranstaltet das Junge Forum Kunst Siegburg e.V. in der Kunst- und Ausstellungshalle, Luisenstr. 80, ein Konzert mit der Siegburger Formation “Conte”.

Die Presse schreibt über “Conte”:

„Die spärlichen Arrangements der Band sind die Basis dieser größtenteils akustisch belassenen Musik. Nur Gitarre, Bass und Cajón schaffen das Fundament für die klare, ausdrucksstarke Stimme Cirsten Gülkers. Sie ist immer Zentrum der Musik und gleichzeitig Schlüssel zum literarischen Werk, den Songtexten von Mathias Wünsche.“

"Conte"

“Conte” sind:

Cirsten Gülker (Sängerin & Vorleserin)
André del Conte (Schlagzeug, Gesang)
Wilhelm (Willi) Palm (Bass)
Mathias Wünsche (Texte, Kompositionen, Gitarre)

“Conte” waren auch beim 6. Siegburger Kunstkaufhaus zu hören und zu sehen.

"Conte" im Kunstkaufhaus 2011

Der Eintritt ist frei!

Weitere Infos über “Conte” und Matthias Wünsche gibt es unter: http://www.mathiaswuensche.de/

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